Spenden-Lexikon
Bürgerstiftung
Bei einer Bürgerstiftung handelt es sich um eine Stiftung von Bürgern für Bürger, die sich selbst organisiert und unabhängig handelt. Sie setzt sich sowohl fördernd, wie auch operativ, für das Gemeinwohl anderer ein.
Dabei konzentriert sie sich bei ihrer Arbeit auf einen möglichst umfangreichen Stiftungszweck in einem festgelegten regionalen Raum.
Im Gegensatz zu anderen Stiftungen, bei denen das Stiftungsvermögen bereits bei der Gründung fast zu 100 Prozent vorhanden ist, konzentriert sich die Bürgerstiftung auf einen konstanten Aufbau des eigenen Vermögens.
Aus diesem Grund ist sie für kleinere Zustiftungen und für Treuhandstiftungen eine ideale Organisationsplattform.
Der Ratgeber für Bürgerstiftungen „Länderspiegel Bürgerstiftungen – Fakten und Trends 2009“ der Aktiven Bürgerschaft e.V. gibt an, dass derzeit 257 Bürgerstiftungen in Deutschland aktiv arbeiten (Stichtag: 30.06.2009).
Damit liegt Deutschland auf dem zweiten Platz, hinter den USA, das Entstehungsland der Community Foundations. Bei der Zahl der Bürgerstiftungen, bezogen auf die einzelnen Bundesländer, liegt Nordrhein-Westfalen an der Spitze gefolgt von Baden-Württemberg, Niedersachsen und Bayern.
Um bei der Vielzahl an Bürgerstiftungen in Deutschland "echte" von "unechten" mithilfe eines Gütesiegels unterscheiden zu können, wurden im Jahr 2000 von dem Arbeitskreis Bürgerstiftungen des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen innerhalb der 56. Jahrestagung die „10 Merkmale einer Bürgerstiftung“ beschlossen.




